Mehr als nur spielen!

In den Kindertagesstätten unseres Familienzentrums wird nicht nur gespielt. Die Kitas haben auch einen Bildungsauftrag und die Sprachförderung ist uns in der Kita Sandheide besonders wichtig. Das Rucksackprojekt ist dabei nur ein Baustein von vielen.

Rucksack ist ein Sprach- und Bildungsprogramm für Eltern und Kinder mit Einwanderungsgeschichte, das 1998 von der RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Familien mit Zuwanderungsgeschichte) ins Leben gerufen wurde. Seit 2007 ist das Rucksackprogramm in unserer Einrichtung fest installiert. Hauptziel ist die allgemeine sprachliche Bildung. Im Rahmen des Familienzentrums wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet und somit ist das Rucksackprojekt fester Bestandteil der Arbeit in der Kita Sandheide.

Die Rucksack- Kita-Gruppe richtet sich besonders an Familien mit Kindern im Alter von vier und sechs Jahren. Im Laufe des Kindergartenjahres gibt es einen geplanten Ablauf mit wiederkehrenden Ritualen und festen Aktionen. Start der jährlichen Rucksackgruppe ist im September. An der Rucksackrallye zur Einführung beteiligen sich alle. Es werden unterschiedliche Stationen zu diversen Themen aufgebaut und alle teilnehmenden Familien durchlaufen diese Stationen. Dabei werden sie von pädagogischen Fachkräften begleitet. Dabei wird der Kontakt zum Fachpersonal und den anderen Familien verstärkt.

Gleich zu Beginn wird die sprachliche Barriere und Unsicherheit übersprungen und der Austausch miteinander gefördert. Ansprechpartnerin für die Eltern und Kinder, die unsere Einrichtung besuchen, ist Theresia Pöter. Jeden Montag von 8.30 bis 9.30 Uhr leitet die Elternbegleiterin die Elterngruppe an. Die Eltern legen die Themen durch die Gespräche in den Familien fest. Sie geben zum Beispiel die Fragen der Kinder zu verschiedenen Blättern weiter. Anlehnend hierzu erarbeitet Theresia Pöter dann diese auch mit den Kindern und es entsteht so ein Blätterbild wie auf dem obenstehenden Foto.

Damit die Kleingruppenarbeit gesichert ist, kommt für diesen Zeitraum Diana Troppenhagen zur Verstärkung in das Gruppengeschehen. Für die Vertiefung und die Festigung des Gelernten, bekommen die teilnehmenden Familien »Hausaufgaben« mit, welche die Mutter oder der Vater zusammen mit ihrem Kind erarbeiten können. Im Fokus dieser Aufgaben steht die gemeinsame Zeit, welche die Familie miteinander verbringt. Hierdurch wird eine gute und angenehme Atmosphäre geschaffen, welche natürlich das Lernklima begünstigt und auch Raum für Sprachanlässe schafft.

Unterm Strich kann man sagen, dass das Rucksackprogramm genau das ist, was wir als Kita für uns benötigen, um die idealen Rahmenbedingen für alle Familien unserer Einrichtung zu schaffen. Denn nicht nur Familien, die aktiv am Rucksackprojekt teilnehmen, sondern auch alle anderen Familien und Fachkräfte profitieren von diesem Angebot, da es zwar den Schwerpunkt auf Sprache setzt, jedoch sehr vielfältige Umsetzungsmöglichkeiten und Ideen bietet.

✏ Jenny Burmeister & Theresia Pöter